Mit tiefen Eindrücken und bewegenden Erkenntnissen kehrten unsere 8. Klassen am 29. September 2026 von ihrer Exkursion zur Gedenkstätte Mauthausen zurück.
Begleitet von den Klassenvorständ:innen bzw. Geschichtelehrer:innen Prof. Peier (KV 8c), Prof. Schügerl (GPB 8c) sowie Prof. Sulzgruber (KV 8b/ GPB 8a/b) setzten sich die Teilnehmer:innen intensiv mit dem ehemaligen Konzentrationslager auseinander, das zwischen 1938 und 1945 das Zentrum des NS-Terrors auf österreichischem Boden darstellte.
Der interaktive Rundgang führte die Jugendlichen an historische Orte wie die berüchtigte „Todesstiege“ am Steinbruch, den Denkmalpark und vom historischen Appellplatz durch das Lagerstor zum Inneren des Lagers mit dem Sanitätslager-Bereich, den unterirdischen Räumen der ehemaligen Gaskammer und des Krematoriums. Besonders der „Raum der Namen“, der an über 84.000 dokumentierte Opfer erinnert, hinterließ einen sichtlich bewegenden Eindruck und sorgte für einen Moment des stillen Gedenkens.
In den anschließenden Diskussionen spiegelte sich die emotionale Tragweite des Besuchs wider:
- Die Alltäglichkeit des Grauens: „Es war schockierend zu sehen, wie SS-Mitglieder diese Gräueltaten als ganz gewöhnlichen Beruf ansahen und zur Unterhaltung sogar sonntägliche Fußballspiele direkt vor dem Lager austrugen.“
- Die Kultur des Wegschauens: „Erschreckend war der Gedanke, dass die Häftlinge vom Bahnhof zum Lager marschieren mussten – direkt vor den Augen der Ortsbevölkerung, die das Leid einfach ignorierte.“
- Die Lehre für die Gegenwart: „Mauthausen zeigt, wozu Menschen fähig sind, wenn man ihnen absolute Macht über andere überlässt. Es ist eine Mahnung, die Fehler der Geschichte niemals zu wiederholen.“
Das pädagogische Konzept der Gedenkstätte zielt bewusst auf die Gegenwart ab. Die Exkursion war daher weit mehr als ein Geschichtsunterricht vor Ort. Sie schärfte das kritische Bewusstsein der Schüler:innen für antidemokratische, rassistische und diskriminierende Tendenzen. Der Besuch hat eindringlich gezeigt, wie wichtig es ist, in einer demokratischen Gesellschaft hinzusehen, Zivilcourage zu beweisen und Verantwortung für unsere Mitmenschen zu übernehmen.
