BRG Gröhrmühlgasse bei den JBC Global Finals 2026 in China


Im August 2026 durfte eine Schülergruppe des BRG Gröhrmühlgasse Wiener Neustadt eine ganz besondere Reise antreten: Nach China, wo die Schüler bei den JBC Global Finals 2026 internationale Wettbewerbsluft schnuppern konnten. Nach den großartigen Erfolgen bei der Aerial Junior Challenge im Rahmen der ECER 2026 in St. Pölten, bei der unsere Schule einen beeindruckenden Dreifachsieg erreichte, war die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb in China der nächste große Schritt für den Robotik-Club des BRG Gröhrmühlgasse.

Ursprünglich war geplant, erneut bei einem Drohnenbewerb anzutreten. Aufgrund neuer Regelungen in Peking konnte dieser Bewerb jedoch nicht wie vorgesehen durchgeführt werden. Deshalb stellten sich unsere Schüler einer neuen Herausforderung und nahmen am JBC Expert Bewerb teil. Für alle Teilnehmer war dies der erste Antritt bei einem Robotik-Wettbewerb dieser Art – und das gleich auf internationaler Ebene.

Ankunft in Peking

Nach intensiver Vorbereitung startete die Reise nach Peking. Schon die Ankunft in China war für alle Beteiligten ein besonderes Erlebnis. Die Größe der Stadt, die vielen neuen Eindrücke und die völlig andere Umgebung sorgten sofort dafür, dass allen bewusst wurde: Diese Reise wird mehr sein als „nur“ ein Wettbewerb.

Neben der organisatorischen Vorbereitung auf den Wettbewerb blieb auch Zeit, die chinesische Hauptstadt näher kennenzulernen. Auf dem Programm standen einige der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Pekings. Die Gruppe besichtigte unter anderem das Olympische Dorf mit dem berühmten Bird’s Nest Stadium, den Tiananmen Square – den Platz des Himmlischen Friedens –, den Temple of Heaven, die Verbotene Stadt und den Sommerpalast. Ein besonderes Erlebnis war auch die Riksha-Tour durch die traditionellen Hutongs, bei der die Schüler einen Eindruck vom historischen Peking gewinnen konnten.

Auch die Chinesische Mauer durfte natürlich nicht fehlen. Zusätzlich besuchte die Gruppe eine Akrobatik-Show, die mit beeindruckenden Darbietungen einen weiteren Einblick in die chinesische Kultur bot.

Wettbewerb auf internationaler Bühne

Bei den JBC Global Finals traten Teams aus verschiedenen Ländern gegeneinander an. Für unsere Schüler war die Teilnahme eine große Herausforderung: Einerseits war das Wettbewerbsformat neu, andererseits mussten sie sich kurzfristig auf den JBC Expert Bewerb einstellen, nachdem der ursprünglich geplante Drohnenbewerb nicht stattfinden konnte.

Der erste Wettbewerbstag verlief noch nicht ganz nach Wunsch. Vieles war neu, die Aufgabenstellungen waren anspruchsvoll und die internationale Konkurrenz war stark. Doch gerade in solchen Situationen zeigt sich, was ein gutes Team ausmacht: Unsere Schüler ließen sich nicht entmutigen, analysierten ihre Ergebnisse, arbeiteten weiter an ihren Strategien und bereiteten sich motiviert auf den zweiten Wettbewerbstag vor.

Am finalen Wettbewerbstag zeigten die Teams großen Einsatz. Es wurde programmiert, getestet, verbessert und um jeden einzelnen Punkt gekämpft. Insgesamt waren zwölf Aufgaben möglich. Das Team Binary Pulse (Sebastian Karaffa und Karl Testor) konnte fünf Aufgaben erfolgreich bewältigen, The Blue Bananas (Lukas Pötz, Daniel Milnera und Jaron Koller) schafften vier Aufgaben und EVA-02 (Imran Jammaluddin, Philip Hanspeter und Lukas Sommavilla) meisterte drei Aufgaben.

Für ihren Einsatz und ihre Leistungen wurden alle drei Teams mit dem Third Prize ausgezeichnet. Für den ersten Antritt bei einer Robotik-Weltmeisterschaft ist dies eine beachtliche Leistung, auf die die Schüler sehr stolz sein können. Sie haben gezeigt, dass sie auch unter schwierigen Bedingungen motiviert bleiben, Lösungen suchen und als Team zusammenarbeiten.

Besonders wertvoll war auch der internationale Austausch während des Wettbewerbs. Unsere Schüler kamen mit Jugendlichen aus Rumänien, Macau und China ins Gespräch, tauschten Erfahrungen aus und knüpften neue Bekanntschaften. Dabei wurde deutlich, dass Technik, Robotik und gemeinsames Arbeiten an Lösungen Menschen aus verschiedenen Ländern miteinander verbinden können.

Weiterreise nach Ningbo

Nach den intensiven Tagen in Peking führte die Reise weiter nach Ningbo, eine befreundete Stadt unserer Heimatstadt Wiener Neustadt. Möglich wurde dieser besondere Programmpunkt durch die Einladung und Unterstützung von Sebastian Kovacs und Simone Qin Long von der Austrian Chinese Musician’s Association und Austrian Innovation Exchange China.

Nach dem Flug von Peking nach Ningbo wurde unsere Gruppe herzlich von Vertreterinnen und Vertretern des Ningbo Foreign Affairs Office, des Jugendverbandes sowie des Ningbo Youth Palace empfangen. Bereits dieser Empfang zeigte, wie groß das Interesse an Austausch, Zusammenarbeit und Begegnung zwischen Jugendlichen aus Österreich und China ist.

Am 17. August erwartete die Schüler ein abwechslungsreiches Programm. Am Vormittag besuchte die Gruppe das Museum für immaterielles Kulturerbe im Kulturzentrum Ningbo. Dort erhielten die Schüler Einblicke in traditionelle chinesische Kultur. Anschließend konnten sie bei einem Praxisworkshop selbst aktiv werden und traditionelle chinesische Pankou-Knopfverschlüsse herstellen.

Danach ging es zur Xiushui-Straße, wo ausgewählte Szenen aus der Yue-Oper gezeigt wurden. Auch dieser Programmpunkt bot einen spannenden Einblick in chinesische Kunst und Kultur.

Am Nachmittag besuchte die Gruppe das Xincheng-Aktivitätszentrum des Jugendpalastes Ningbo. Dort fand ein chinesisch-österreichischer Jugend-Drohnenaustausch statt, der als Freundschaftswettbewerb organisiert wurde. Den Abschluss des Programms bildete ein Workshop zur traditionellen Keramikkunst.

Der Aufenthalt in Ningbo war für unsere Schüler eine besondere Gelegenheit, China nicht nur touristisch zu erleben, sondern auch persönliche Begegnungen, kulturellen Austausch und internationale Zusammenarbeit kennenzulernen.

Eine Reise voller Erfahrungen

Am 17. August trat die Gruppe schließlich über Peking die Heimreise nach Wien an, wo sie am 18. August wieder ankam. Hinter den Schülern lagen intensive Tage mit Wettbewerb, Technik, Kultur, Sightseeing, neuen Bekanntschaften und vielen unvergesslichen Eindrücken.

Auch wenn nicht alles so verlief, wie ursprünglich geplant, war die Reise ein großer Erfolg. Unsere Schüler stellten sich einer neuen Herausforderung, sammelten wertvolle internationale Wettbewerbserfahrung und vertraten das BRG Gröhrmühlgasse sowie Österreich mit großem Engagement.

Die Teilnahme an den JBC Global Finals 2026 war ein weiterer wichtiger Schritt in der Entwicklung unseres Robotik-Clubs. Sie zeigte eindrucksvoll, wie wichtig technisches Interesse, Teamarbeit, Durchhaltevermögen und Offenheit für Neues sind.

Ein besonderer Dank gilt allen Unterstützerinnen und Unterstützern, die diese Reise ermöglicht haben. Besonders bedanken möchten wir uns bei der Wiener Neustädter Sparkasse, der Fachhochschule Wiener Neustadt, Lernquadrat, der Stadt Wiener Neustadt, ecoplus. Niederösterreichs Wirtschaftsagentur GmbH, der Berndorf AG, dem Elternverein des BRG Gröhrmühlgasse sowie der BMD Systemhaus GesmbH.

Ohne diese großzügige Unterstützung wäre ein solches Projekt nicht realisierbar gewesen. Sie alle haben dazu beigetragen, dass unsere Schüler internationale Wettbewerbserfahrung sammeln, neue Kulturen kennenlernen und das BRG Gröhrmühlgasse sowie Wiener Neustadt auf internationaler Bühne vertreten konnten.

Begleitet und betreut wurden die Schüler während der gesamten Reise von Prof. Alexander Filipp und Prof. Christian Filipp.

Wir sind stolz auf unsere Schüler und freuen uns schon auf die nächsten Herausforderungen im Bereich Robotik, Programmierung und internationaler Wettbewerb!