Erstmals praktische künstlerische Abschlussarbeiten an der Schule


In diesem Schuljahr bestand erstmals die Möglichkeit, eine praktische künstlerische Abschlussarbeit zu gestalten. Vier Schülerinnen der 8. Klasse widmeten sich über viele Monate hinweg ihren individuellen Projekten und arbeiteten mit unterschiedlichsten künstlerischen Techniken. Betreut wurden die Schülerinnen von Prof. Hopfgartner (Romina Adler, Emma Farkas und Dorothea Zahler) und Prof. Persterer (Leonie Rohrhofer). Im Rahmen der Abschlusspräsentationen stellten sie ihre Werke sowie die dazugehörigen schriftlichen Arbeiten vor.

Romina Adler setzte sich in ihrer Arbeit „Zeichnungen des Rückganges des Gletschers Pasterze – Eine künstlerische Untersuchung mit den Folgen des Klimawandels auseinander. Anhand zweier großformatiger Zeichnungen der Pasterze aus den Jahren 1960 und 2023 machte sie den dramatischen Gletscherschwund sichtbar. Die mit Kohlestiften und Weißkreide ausgeführten Werke verbinden künstlerische Darstellung mit wissenschaftlicher Recherche und sollen als eindringlicher Denkanstoß zum Umgang mit dem Klimawandel dienen.

Emma Farkas präsentierte unter dem Titel „Medizinische Neuinterpretation von berühmten Gemälden drei kreative Neuinterpretationen bekannter Kunstwerke. Inspiriert von Wassily Kandinsky, Vincent van Gogh und Frida Kahlo verband sie Kunst mit biologischen Fragestellungen und eröffnete neue Perspektiven auf bekannte Bilder. Mit Aquarell- und Acryl-techniken schuf sie Werke, die Kunst und Anatomie auf originelle Weise miteinander verknüpfen.

Leonie Rohrhofer widmete sich in ihrer Arbeit „Von Storyboard zu Graphic Novel – Gesichter, die ich nicht kenne der Entwicklung eines eigenen Graphic Novels. Von ersten Skizzen über die Ausarbeitung mit Tinte bis hin zur Gestaltung mit Tusche entstand eine vollständige grafische Erzählung. Dabei sammelte sie wertvolle Erfahrungen im Umgang mit verschiedenen Zeichenmedien und kreativen Arbeitsprozessen.

Dorothea Zagler untersuchte in ihrer Arbeit „Das Zusammenspiel von Bild und Wort am Beispiel meiner künstlerischen Arbeiten die Verbindung von eigenen Texten und Bildern. Ihr vielschichtiges Endprodukt besteht aus selbst gestalteten Blättern und gravierten Acrylglasplatten, die mittels Lasercutter bearbeitet wurden. Durch das Zusammenspiel von Zeichnungen, Geschichten und transparenten Elementen entstand ein außergewöhnliches Kunstwerk, das ihre Entwicklung im kreativen Schreiben und Zeichnen dokumentiert.

Dank der finanziellen Unterstützung des schuleigenen Kunstlabors konnte das Graphic Novel professionell gedruckt werden. Darüber hinaus entstand eine handsignierte Künstlerinnenedition, die von allen vier Absolventinnen gestaltet und signiert wurde.

Die Schülerinnen präsentierten ihre Projekte mit großem Engagement und überzeugten sowohl in der praktischen Umsetzung als auch in der wissenschaftlichen Reflexion. Die Arbeiten wurden mit sehr gutem Erfolg abgeschlossen und anschließend beim Talenteabend einem breiten Publikum vorgestellt.

Begleitet wurde das Projekt vom Videoteam des BRG. Tiana Scheidl, Liane Schüller und Selina Grafl dokumentierten den Entstehungsprozess, führten Interviews mit den Künstlerinnen und produzierten einen Kurzfilm, der spannende Einblicke in die kreativen Arbeiten und deren Entwicklung bietet.