Am 30. April unternahmen die Schülerinnen und Schüler der 3b- und 4f-Klasse gemeinsam mit ihren KVs Mag. Manuel Ganglberger (3b), Mag. Natascha Handl (4f) sowie ihrer Geschichteprofessorin Mag. Sabine Schügerl eine spannende Exkursion ins Haus der Geschichte St. Pölten.
Die 3b-Klasse nahm zunächst an einer Führung durch die Dauerausstellung, die einen historischen Längsschnitt bis zum Ersten Weltkrieg bot, teil. Dabei wurden prägende Momente der österreichischen Geschichte eindrucksvoll vermittelt und auf anschauliche Weise nähergebracht. Im Workshop „Politik: Geht mich nichts an?“ schlüpften die Jugendlichen in die Rollen von Politikerinnen und Politikern und diskutierten im „Parlament“ aktuelle gesellschaftspolitische Themen. Auf spielerische Weise lernten sie, wie Entscheidungen entstehen und welche Verantwortung politische Teilhabe bedeutet.
Für die 4f-Klasse stand zuerst der Workshop „Macht Meinung!“ auf dem Programm. Hier wurde über Manipulation durch Sprache, Körpersprache, Bilder und Medien aufgeklärt. Bei Übungen – etwa durch das Erraten von Botschaften anhand von Haltung und Mimik – wurde deutlich, wie leicht Wahrnehmung beeinflusst werden kann. Anschließend besuchte die Klasse die aktuelle Sonderausstellung „Kinder des Krieges“, die in Zusammenarbeit mit dem Ludwig Boltzmann Institut für Kriegsfolgenforschung entstand. Anhand von Zeitzeugeninterviews und persönlichen Erinnerungsstücken wurden die Lebensrealitäten von Kindern während des Zweiten Weltkriegs und der Nachkriegszeit – geprägt von Bombenkrieg, Flucht, Verfolgung und Verlust von Familienmitgliedern – für die Jugendlichen greifbar gemacht.
Die Exkursion bot beiden Klassen nicht nur lebendiges Lernen, sondern auch Gelegenheit zu kritischem Denken, reflektiertem Umgang mit Geschichte und Gegenwart sowie die Erkenntnis, dass Politik uns alle angeht.
