Schüleraustausch zwischen OHG Monheim und BRG Gröhrmühlgasse Wiener Neustadt


Von 18. bis 20. Februar 2026 hieß es am Bundesrealgymnasium Gröhrmühlgasse wieder: Herzlich willkommen, Monheim! Der langjährige Schüleraustausch mit dem Otto-Hahn-Gymnasium (OHG) aus Monheim (Nordrhein-Westfalen) ging in eine neue Runde. Trotz eines plötzlichen Wintereinbruchs und einer 17-stündigen Anreise der Gäste standen drei Tage voller Kultur, Gemeinschaft und europäischem Geist im Mittelpunkt.

Ein Empfang mit Herz und Tradition

Die Reise der deutschen Gruppe unter der Leitung von Lennart Görg und Christian Götzinger begann bereits am Faschingsdienstag im Nachtzug. Nach ihrer Ankunft in Wiener Neustadt wurden sie von den Schülerinnen und Schülern der 7bl gebührend empfangen: Während ein Teil der Klasse die Gäste direkt am Bahnhof begrüßte, sorgte der andere Teil für eine herzliche Willkommensüberraschung im Saal Humboldt. Dort wurden sie außerdem von Direktor Gerald Stachl, Klassenvorstand Werner Sulzgruber und Organisator des Schüleraustausches Christian Filipp herzlich willkommen geheißen.

Nach dem ersten Kennenlernen und einer Schulführung klang der Ankunftstag sportlich bei einem gemeinsamen Bowlingabend aus.

Geschichte und Politik zum Greifen nah

Der Donnerstag startete mit gemeinsamem Unterricht, bevor die Gruppe offiziell von der Stadt Wiener Neustadt empfangen wurde. Im Stadtmuseum betonten die EU-Gemeinderäte Robert Pfisterer und Christian Hofmann die Bedeutung des grenzüberschreitenden Austauschs.

Ein besonderes Highlight war die anschließende Stadtführung. Werner Sulzgruber, Experte für die Regionalgeschichte und Klassenvorstand der 7bl, führte die Gruppe gekonnt zu den Wahrzeichen der Stadt – vom Reckturm über den Dom bis zur Militärakademie. Die Mittagspause bei „Würstel Wilczek“ am Hauptplatz bot die nötige Stärkung, bevor der Abend eine unerwartete Wendung nahm: Ein massiver Wintereinbruch verwandelte die Stadt in eine Schneelandschaft und forderte die Flexibilität der Organisatoren.

Wien-Tour als krönender Abschluss

Trotz der wetterbedingten Widrigkeiten ließen sich die Teilnehmer die Laune nicht verderben. Dank der perfekten Organisation von Carina Picher und Werner Sulzgruber konnte am Freitag nach dem Unterricht die geplante Wien-Tour stattfinden. Die Route führte die Jugendlichen entlang der Ringstraße vorbei an Staatsoper, Parlament und Rathaus bis hin zum Stephansdom.

Ausblick: Brüssel im Visier

Die Bilanz: Es sind bereits enge Freundschaften entstanden, die weit über diese drei Tage hinausgehen. Ein besonderer Dank gilt dem gesamten Organisationsteam, Christian Filipp, Werner Sulzgruber und Carina Picher, inklusive der leider erkrankten Astrid Zechmeister, die die Klasse beim Gegenbesuch im April begleiten wird.

Der Abschied am Freitagabend fiel schwer, doch das nächste Wiedersehen steht bereits fest: Im April 2026 besuchen die Wiener Neustädter Schülerinnen und Schüler Monheim. Ein gemeinsamer Höhepunkt wird dabei der Besuch der EU-Institutionen in Brüssel sein, um den europäischen Gedanken weiter zu vertiefen.