7. Klassen besuchten Experten-Vortrag von Oberst Reisner


Am 19. März besuchten die Schüler*innen der 7. Klassen des BRG Gröhrmühlgasse, begleitet von ihren Geschichteprofessor*innen – Dr.in Brigitte Komuczky, Mag.a Sabine Schügerl und Mag. Dr. Werner Sulzgruber – einen Vortrag des Historikers Oberst Dr. Markus Reisner in den Kasematten in Wiener Neustadt.

Nachdem der Vortrag „80 Jahre Kriegsende – Erinnerungen an schwere Zeiten“ schon im Vorjahr gehalten worden war und auf sehr großes Interesse gestoßen war (übrigens hatten auch Schüler*innen des WPF GPB jenen 2025 besucht), wurde er für Schüler*innen aus Wiener Neustadt eigens an zwei Tagen, dem 18. und 19. März wiederholt, sodass rund 700 Schüler*innen die Möglichkeit hatten, sich über die Phase des Kriegsendes 1945 näher zu informieren.

Dr. Reisner ist über seine Publikationen zur militärischen Geschichte (z. B. zum Bombenkrieg in Bezug auf Wiener Neustadt und den Vormarsch bzw. die Einnahme von Wien durch die Sowjets 1945) hinaus als Analytiker in Fragen des Ukraine-Konflikts sehr bekannt und als Interviewpartner (z. B. beim ORF) und Vortragender gefragt.

Nach einem allgemeinen Informationsteil über die Rolle von Wiener Neustadt im Zweiten Weltkrieg, die Gründe der massiven Bombardierung der Steinfeldstadt und das Vorgehen der Roten Armee ging Dr. Reisner auf unterschiedliche Biografien von Menschen aus der Region, welche die Bombardierungen und die Angriffe der Alliierten miterlebt hatten, von Mitgliedern von US-amerikanischen Bomberbesatzungen und anderen Zeitzeugen*innen ein. Er machte dabei auch auf die Rolle des Zufalls, der Intuition und der Menschlichkeit für das Überleben in einem Krieg aufmerksam. Mit Hilfe einer Fülle von Fotomaterial wurde sein eineinhalbstündiger Vortrag höchst anschaulich gestaltet. Die Schüler*innen bewerteten diesen als sehr interessant, vor allem am Ende – als eine Video über einen Drohnen-Angriff an der Ukraine-Front vorgespielt wurde, um einen Gegenwartsbezug herzustellen – emotional beklemmend.